Unterwegs mit dem Katzenfangteam
Die ehrenamtlichen Helferinnen sind in der gesamten Städteregion unterwegs. Jeder Einsatz startet mit einer Meldung: eine kranke, scheue Katze im Garten, mehrere unkastrierte Tiere in einer Siedlung oder ein offensichtlich herrenloser Kater. Dann heißt es: hinschauen, zuhören, handeln.
Aktiv vor Ort
Vor Ort sprechen sie mit Anwohnern, Mitarbeitenden oder Betriebsleitungen, sammeln Informationen und verschaffen sich ein genaues Bild. Wo halten sich die Tiere auf? Wie verhalten sie sich? Sind sie krank oder zugänglich? Auf dieser Basis planen sie das weitere Vorgehen – oft bedeutet das, Lebendfallen aufzustellen und vor allem eines mitzubringen: Geduld.
Denn verwilderte Katzen sind vorsichtig und klug. Manchmal dauert es Stunden, manchmal Tage, bis ein Tier gesichert werden kann. Doch genau diese Arbeit ist entscheidend – für jedes einzelne Leben.
Kastration mindert Leid
Im Mittelpunkt steht die Kastration. Ohne sie vermehren sich freilebende Katzen unkontrolliert. Besonders auf Industriegeländen, Höfen oder auch mitten in der Stadt entstehen so schnell große Populationen. Immer wieder stoßen die Helfer auf trächtige Katzen oder ganze Würfe unversorgter Kitten. Jeder nicht kastrierte Streuner bedeutet weiteres Leid – und genau hier setzt das Team an.
Nach dem Fang werden die Tiere in Kooperation mit Tierärzten und dem Tierheim Aachen versorgt, kastriert und gekennzeichnet. Zutrauliche Katzen erhalten die Chance auf ein Zuhause. Scheue Tiere dürfen – nach einer kurzen Erholungsphase – an ihren angestammten Platz zurück, sofern sie dort versorgt werden können. So entsteht ein kontrolliertes Gleichgewicht, das langfristig Leid reduziert.
Auch die Zusammenarbeit mit Behörden ist Teil der Arbeit. Fälle von schlechter Haltung werden an das Veterinäramt weitergegeben, je nach Situation werden auch Ordnungsämter einbezogen. Die Koordination übernimmt die Teamleitung, die gleichzeitig im Vorstand tätig ist – so greifen alle Abläufe ineinander.
Trost spenden
Doch nicht jeder Einsatz endet gut. Manchmal finden die Helfer ein totes Tier. Auch dann fahren sie los, lesen den Chip aus und versuchen, den Besitzer zu ermitteln. Für viele Menschen bedeutet das zumindest Gewissheit – ein kleiner Trost in einem schmerzhaften Moment.
Bei all dem geht es nicht nur um Einsätze und Organisation. Es geht um Menschen, die zusammenhalten. Das Team unterstützt sich, tauscht sich aus und findet auch außerhalb der Einsätze Zeit füreinander. Denn wer sich mit so viel Leid konfrontiert sieht, braucht auch Gemeinschaft.
Unterstützung gesucht!
Damit diese wichtige Arbeit weitergehen kann, wird dringend Unterstützung gesucht – besonders im ländlichen Raum wie der Eifel. Gesucht werden verlässliche, tierliebe Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich langfristig einzubringen.
Auch für sogenannte Haudegen werden Plätze gesucht: Katzen, die zu scheu für ein Zuhause sind, aber dennoch einen sicheren Ort brauchen. Bauernhöfe, Reiterhöfe oder Werkgelände können für sie ein ideales Umfeld sein. Sie sind kastriert, versorgt und unabhängig – brauchen aber Menschen, die sie akzeptieren und regelmäßig füttern.
Zusätzlich werden Pflegestellen dringend benötigt. Die jährliche Kittenflut bringt Tierheime an ihre Grenzen. Wer Erfahrung hat und helfen kann, schenkt diesen Tieren eine echte Chance auf ein besseres Leben.
Straßenkatzen leben oft im Verborgenen. Sie tauchen auf und verschwinden wieder – ungesehen, ungehört. Für sie bedeutet Freiheit meist Hunger, Krankheit und Angst. Das Katzenfangteam sorgt dafür, dass sie nicht vergessen werden. Und vielleicht sitzt beim nächsten Einsatz schon jemand Neues mit im Auto.
Melden Sie sich gerne bei Interesse per Mail bei Marlies Bungert: m.bungert@tierschutzverein-aachen.de
Zahl der Fundkatzen im Tierheim
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2025
2024
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Verwendungszweck: Das Leid der Straßenkatzen
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