Erste Katzenkastrations­kampagne: ein voller Erfolg!

Auch im Frühjahr 2025 verzeichnete der Tierschutzverein Aachen viele Meldungen über höchstwahrscheinlich ausgesetzte Katzen, die weder kastriert waren noch einen Microtransponder trugen. Die meisten Katzen waren sehr jung und oft schon trächtig. Ohne die menschliche Versorgung hätten es diese Katzenmütter kaum geschafft, ihre Kitten alleine großzuziehen. Zudem leiden Katzenkinder, die draußen ohne ärztliche Versorgung zurechtkommen müssen, häufig an Katzenschnupfen und schweren Augenentzündungen. Unser Fang-Team wurde in sämtliche Gebiete der StädteRegion Aachen gerufen, wenn sich dort auf einmal eine Katze oder ein Kater über längere Zeit im Garten aufhielt. Viele Melder teilten auch mit, dass man Kitten im Gartenhaus gefunden habe und baten um Hilfe.

Problem in der gesamten StädteRegion

Die Hauptursache der sehr hohen Überpopulation sind leider die vielen unkastrierten Freigängerkatzen, die zur unkontrollierten Vermehrung mit verwilderten Hauskatzen beitragen. Dazu fehlt dringend eine flächendeckende Katzenschutzverordnung.

Eine Petition dafür kann direkt hier unterzeichnet werden:

zur Petition

Unser Tierschutzverein entschloss sich daraufhin zur Durchführung einer Katzenkastrationskampagne, die von unserer Tierschutzbeauftragten Marlies Bungert geleitet wurde. Das Angebot richtete sich an Katzenhalter, die im Einzugsgebiet der Städteregion Aachen wohnen und die aus den verschiedensten Gründen ihre/n Katze/Kater noch nicht kastrieren und kennzeichnen ließen.

Vorteile für die eigenen Samtpfoten

Die Kastration von Katzen hat viele Vorteile für das Tierwohl und die Gesundheit hat. Kastrierte Katzen leben im Durchschnitt länger, weil der Sexualtrieb und das damit verbundene Streunern stark vermindert werden. Dies verringert das Risiko von Verkehrsunfällen und Revierkämpfen. Bissverletzungen, die zu Übertragung von tödlich endenden Krankheiten führen können, werden ebenfalls reduziert. Die Rolligkeit bedeutet oft Stress und Unruhe für die weibliche Katze.

Eine Kampagne, die sich für alle lohnt

Vierzehn niedergelassene Tierarztpraxen erklärten sich bereit, die Kampagne zu unterstützen und die Operation zum einfachen Honorarsatz abzurechnen. Alle Tierärzte waren absolut überzeugt, dass sich nur durch die Kastrationen das Tierleid minimieren lässt. Natürlich lief die Kastration von Straßenkatzen nebenher ebenfalls weiter. Der Microtransponder wurde kostenlos eingesetzt. Für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln bot der TSV zusätzlich einen Gutschein von 50 € für die Kastration an.

Die Kampagne wurde auf der Homepage, über Social Media und diverse Radiosender beworben, was von der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit, Stefanie Neske, initiiert wurde. Auch bei der WDR Lokalzeit konnte Marlies Bungert ihr Herzensprojekt vorstellen. Beirätin Sonja Djudjaj erstellte Flyer und Plakate mit Wiedererkennungswert. Wie immer lebt so ein großes Projekt von vielen Unterstützern. An dieser Stelle sind auch die vielen Spender zu nennen, die den Wert des Projektes sehen und uns hierfür die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.

Die erste Katzenkastrationskampagne war ein riesen Erfolg!

Nach ein paar Tagen liefen die Telefone im Tierheimbüro heiß. Zum Ende der Kampagne wurden 224 Kastrationen gezählt. Unsere Tierschutzbeauftragte ermittelte alle gechippten Katzen, die dann bei FINDEFIX, dem Register des Deutschen Tierschutzbundes, registriert wurden.

Marlies Bungert ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis der ersten Kampagne. Aber nur mit regelmäßiger Wiederholung lässt sich auf Dauer die Population der Katzen und somit neues Katzenleid in der StädteRegion Aachen verringern.

Der Tierschutzverein bedankt sich bei allen Spendern und Tierarztpraxen, die Teil dieser wichtigen Kampagne waren.

Mehr über die Kampagne erfahren

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