Ein Sieg für den Tierschutz

Katze Freigänger
Jeder Freigänger sollte kastriert sein

Nach dem großen Erfolg der ersten Katzenkastrationskampagne im Herbst 2025 war es im April und Mai 2026 Zeit für die zweite Runde. Ziel der Aktion war es auch dieses Mal, möglichst vielen Katzenhaltern die Kastration ihrer Tiere zu ermöglichen und damit langfristig einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der unkontrolliert wachsenden Katzenpopulation in der Städteregion Aachen zu leisten.

So lief die Kampagne ab

Halterin mit Katze
Erleichtert: Die Kampagne hat die Kastration möglich gemacht

Insgesamt zwölf Tierarztpraxen machten mit. Die teilnehmenden Tierärzte erklärten sich bereit, die Kastrationen zum einfachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) durchzuführen. Dadurch konnte die finanzielle Belastung für Katzenhalter, die im Rahmen der Kampagne ihre Katze oder ihren Kater bei einem dieser Tierärzte kastrieren ließen, bereits deutlich reduziert werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass insbesondere Menschen mit geringem Einkommen andernfalls in vielen Fällen auf die Kastration verzichten.

Deswegen lag auf ihnen ein besonderes Augenmerk. Der Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e. V. stellte ihnen Gutscheine in Höhe von 60 Euro zur Verfügung; damit sollte sichergestellt werden, dass auch Menschen, für die die Kastration ihres Freigängers eine erhebliche finanzielle Belastung darstellt, daran teilnehmen können.

220 Katzen kastriert

Das Ergebnis der Kampagne kann sich erneut sehen lassen: Insgesamt wurden 220 Katzen im Rahmen der Aktion kastriert! Die Katzen kamen aus unterschiedlichen Städten und Gemeinden der StädteRegion Aachen, wobei die größte Zahl der Kastrationen auf die Stadt Aachen entfiel. Insgesamt war die Beteiligung jedoch über die verschiedenen Bereiche der StädteRegion hinweg relativ ausgeglichen.

Jede einzelne Kastration ist ein wichtiger Beitrag zum Katzenschutz. Denn schon aus wenigen unkastrierten Katzen kann innerhalb kürzester Zeit eine große Population entstehen. Gerade nicht kastrierte Hauskatzen und -kater, die von ihren Besitzern Freigang erhalten, können sich mit verwilderten, ebenfalls nicht kastrierten Hauskatzen paaren und so immer wieder für neuen Nachwuchs sorgen.

Warum sind Kastrations­kampagnen notwendig?

Kastrationen verhindern Tierleid

In der StädteRegion Aachen gibt es nach wie vor eine große Zahl verwilderter Hauskatzen, die ohne festen menschlichen Bezug leben. Viele dieser Tiere stammen ursprünglich von nicht kastrierten Hauskatzen ab. Wenn sie sich immer weiter unkontrolliert vermehren, wird nicht nur die Population immer größer, sondern auch das damit verbundene Tierleid.  Verwilderte Katzen leben häufig unbemerkt unter schwierigen Bedingungen, sind Krankheiten, Verletzungen und Parasiten ausgesetzt und haben nicht selten mit Hunger und fehlenden sicheren Rückzugsorten zu kämpfen.

Gleichzeitig stellt die immer weiter steigende Zahl von Katzen auch den Tierschutz vor große Herausforderungen. Tierheime und Tierschutzvereine sind vielerorts bereits an ihren Kapazitätsgrenzen. Immer mehr Fund- und Abgabetiere müssen versorgt werden, während gleichzeitig immer wieder neue Katzenpopulationen entstehen.

Kastration ist deshalb aktiver und nachhaltiger Tierschutz. Sie verhindert ungewollten Nachwuchs und trägt wesentlich dazu bei, die Zahl verwilderter Hauskatzen langfristig zu reduzieren. Jede kastrierte Katze verhindert, dass zahlreiche weitere Katzen geboren werden, für die später möglicherweise keine ausreichende Versorgung oder ein Zuhause vorhanden ist.

Gemeinsam für den Katzenschutz

Die große Beteiligung an der zweiten Kastrationskampagne zeigt, dass ein solches Angebot dringend benötigt wird. Die 220 kastrierten Katzen und Kater sind 220 wichtige Schritte gegen unkontrollierte Vermehrung und damit gegen zukünftiges Tierleid.

Der Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e. V. bedankt sich herzlich bei allen zwölf beteiligten Tierarztpraxen für ihre Unterstützung und die Bereitschaft, die Kastrationen zum einfachen GOT-Satz durchzuführen.

Der Dank gilt ebenso allen Katzenhaltern, die das Angebot angenommen und damit Verantwortung für ihre Tiere übernommen haben.

Mit einer Kennzeichnung durch den Mikrochip und der kostenlosen Registrierung bei Findefix kann jede Katze und jeder Kater eindeutig identifiziert und dem Halter zugeordnet werden. Darum wird sich der Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e. V. auch künftig nicht nur für die Kastration, sondern auch für die Kennzeichnung und Registrierung von Katzen stark machen. Denn nur durch konsequente Maßnahmen lässt sich die Zahl der verwilderten Hauskatzen langfristig reduzieren.

Gemeinsam können wir etwas bewegen – und jeder einzelne Beitrag zählt!

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