Die schwer verletzte Pepper
Unser Straßenkatzen-Fangteam erreichte ein Hilferuf aus Aachen-Brand von einem netten, älteren Herrn. Er hatte eine Katze gesichtet, die seit Wochen zum Fressen zu ihm kam. Der Herr schilderte, dass die Katze wohl das Halsband um den Körper hat und mit dem linken Vorderbein nicht richtig auftreten könne. Es schien, als hindere sie das Band beim Laufen.
Das Fangteam des Tierschutzvereins machte sich auf den Weg und stellte eine Falle auf. Doch es dauerte eine Weile, bis die schwarz-weiße Katze das Futter in der Falle annehmen wollte. Tage vergingen.
Und dann endlich kam der erlösende Anruf. Die Falle hatte ausgelöst, die Katze saß drin. Der nette Herr legte wie mit uns besprochen ein Tuch über die Falle, damit sich die Katze beruhigen konnte.
Erst in der Tierklinik wurde das ganze Ausmaß der Verletzungen sichtbar. Die Fessel, in die die Katze hineingeraten war, war kein Halsband. Es handelte sich um einen scharfkantigen Plastikring, der sich tief in das Fleisch gefressen und schwere Verletzungen verursacht hatte. Unter Vollnarkose wurde dieser entfernt, die Wunden blieben offen, um von innen nach außen heilen.
Das Fangteam gab der Schönheit den Namen Pepper. Pepper kam ins Tierheim auf die Krankenstation, doch die Wunde unter dem Vorderlauf wollte nicht heilen. Die Tierärztin des Tierheims entschied, die Wunde doch zu nähen und wendete dafür eine besondere Technik an.
Sie trug einen Transponder, doch leider hatte man sie nicht registrieren lassen. Ein Chip macht nur mit einer Registrierung bei Tasso oder Findefix Sinn.
Die schwarze Samtpfote ist eine total verschmuste Katze, wenn man mit einer Hand streichelt. Zwei Hände auf einmal machen ihr jedoch noch Angst, aber sie liebt den Menschen.
Heute sind die körperlichen Wunden verheilt. Wir hoffen sehr, dass ihre seelischen Wunden auch verheilen können.
Pepper befindet sich nun nach vielen Monaten in der Vermittlung und wir wünschen ihr ein wunderschönes Zuhause, in dem sie als Familienmitglied geliebt und versorgt wird. Sie hat es verdient.
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