Wer ist eigentlich … Stefanie Neske?

Stefanie Neske (Foto: Diana Müller)

Stefanie Neske, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins für die StädteRegion Aachen e.V., im Interview.

Geboren am:

17. April 1978

Geburtsort:

Reutlingen (Baden-Württemberg)

Wie ist dein schulischer und beruflicher Werdegang?

Nach dem Abitur habe ich eine Berufsausbildung zur Tanzlehrerin absolviert und auch als solche gearbeitet. Mein Ehrgeiz hat mich allerdings weitergetrieben und so startete ich mein BWL Studium. Für mehr praktischen Input bin ich parallel in die Steuerfachangestelltenausbildung eingestiegen und habe beides abgeschlossen. Der letzte große Schritt meiner Ausbildung war die Steuerberaterprüfung. Inzwischen bin ich selbstständige Steuerberaterin in Aachen.

Wo wohnst du und wie lebst du?

Ich wohne im Selfkant mit Frau und Hund. Wir mögen das Ländliche und genießen die Ruhe.

Wie sieht dein Alltag aus?

Sehr viel Arbeit! Meine Hündin sorgt jedoch für den nötigen Ausgleich an der frischen Luft.

Was hat dich persönlich dazu bewegt, dich ehrenamtlich im Tierschutz zu engagieren?

Ich habe 2014 eine Katze im Tierheim Aachen adoptiert. So bin ich auf das Patenprojekt aufmerksam geworden und wurde ab 2015 Gassigängerin. Zeitweise war ich täglich vor Ort und habe mich gerne um schwer Vermittelbare und Listenhunde gekümmert.

Welche Stationen bist du im Verein bis zur zweiten Vorsitzenden durchlaufen?

Als Gassigängerin habe ich außerdem die Nachbesuchsgruppe verstärkt, die bei vermittelten Tieren im neuen Zuhause vorbeischauen. Im Jahr 2019 entschied ich dann, mich als Beirätin zu bewerben und war in meiner zweiten Amtszeit, als ich durch Abgänge im Vorstand 2025 gebeten wurde, kommissarisch einzuspringen, was ich zunächst als Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit angenommen habe. Auf der Jahreshauptversammlung 2025 stellte ich mich für die vakante Stelle als zweite Vorsitzende zur Wahl.

Wie definierst du dein Amt als zweite Vorsitzende, insbesondere im Verhältnis zum ersten Vorsitzenden?

Als zweite Vorsitzende habe ich den Betrieb unseres Tierheims im Blick. Unser erster Vorsitzender hält eher den Gesamtüberblick über den Verein.

Wie viel Zeit investierst du pro Woche für die Aufgaben der zweiten Vorsitzenden?

Es gibt kaum einen Tag, an dem nicht irgendeine Kommunikation stattfindet, insbesondere natürlich in Bezug auf Tierheimangelegenheiten. Mit 20 Stunden pro Woche rechne ich dabei wahrscheinlich noch vorsichtig.

Welche Werte sind dir in deiner ehrenamtlichen Arbeit besonders wichtig?

Respekt, Ehrlichkeit sowie Vertrauen sind besonders wichtig in der Zusammenarbeit innerhalb eines ehrenamtlichen Vorstands, genauso wie im Zusammenspiel mit den Mitarbeitenden des Tierheims.

Wie schaffst du Vereinbarkeit zwischen Ehrenamt, Beruf und Privatleben?

Als Selbständige kann ich mir meine Arbeitszeit frei einteilen. So bin ich oft tagsüber im Tierheim, um diverse Angelegenheiten zu regeln. Meine Arbeit mache ich dann zu anderen Zeiten. Das alles geht nur, weil meine Frau mir den Rücken freihält, wofür ich unglaublich dankbar bin.

Wie sieht ein typischer Tag im Ehrenamt aus und wo siehst du die größten Herausforderungen?

Die Herausforderung ist, dass es keinen typischen Tag gibt! Der Alltag ist geprägt von Terminen mit Presse, Mitarbeitern, Betriebsrat sowie Behörden, Banken und Handwerkern. Zig Entscheidungen müssen spontan getroffen werden. Hierfür muss dann der fünfköpfige Vorstand kontaktiert werden, Rücksprache wiederum mit anderen Beteiligten, Beirat usw. Wenn manchmal bemängelt wird, dass die Kommunikation im Verein hakt, dann ist glaube ich vielen nicht klar, wie viel es immer zu besprechen gibt, und wie viele Stellen involviert sind. Und das dann „nebenbei“ im Ehrenamt – da geht schon mal unabsichtlich was flöten.

Welche Projekte würdest du gerne in den nächsten vier Jahren vorantreiben?

Wir möchten unbedingt wieder eine Tierschutzgruppe aktivieren, damit wir auch außerhalb des Tierheimbereichs mehr Tierschutz betreiben können. Außerdem wünsche ich mir mehr Jugendarbeit. Hierfür suche ich händeringend ehrenamtliche Gruppenleiter.

Interview: Birgit Wiatowski

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