Touristenfalle – Tierleid während des Urlaubs
Nun beginnt sie wieder – die schönste Zeit des Jahres! Jeder Urlauber möchte einzigartige Erlebnisse und magische Momente mit nach Hause nehmen. Angebote mit Tieren erscheinen auf den ersten Blick besonders naturnah, sind auf den zweiten Blick jedoch ein trügerisches System, um mit der Ausbeutung und dem Leid der Tiere Geld zu verdienen.
Diese Tiere leben auf der Schattenseite der sonnigen Sommerurlauber-Paradiese. Starten Sie gedanklich ihre Reise zu den schönsten Flecken der Erde und erfahren, unter welchen qualvollen Bedingungen die Tiere dort gehalten werden.
Zoos und Delfinarien weltweit
Diese sensiblen und hochintelligenten Tiere, die in viel zu kleinen, kargen Betonbecken in Isolation leben müssen, werden seelisch krank und entwickeln durch Training und Besucherlärm einen hohen Stresspegel.
Elefantenreiten in Asien
Die Elefantenkinder werden früh von ihren Müttern, die teils getötet werden, um an ihren Nachwuchs heranzukommen, getrennt. Durch den Entzug von Schlaf, Nahrung und Wasser wird ihr Wille gebrochen. Mit Zwangsmethoden, wie monatelanges Anbinden oder das Fixieren in engen Käfigen sowie durch Schläge mit Spitzstöcken werden diese, anatomisch nicht zum Reiten gebauten Dickhäuter, gefügig gemacht. Die Elefanten verbringen ihr Leben angekettet, isoliert und unter ständiger Kontrolle. Die Folge sind Verhaltensstörungen, Verletzungen und Stress. Um den Tierschutz zu stärken, hat Indonesien jüngst das Elefantenreiten landesweit verboten.
Fotoshootings mit exotischen Tieren
Dahinter verbirgt sich ein trauriges Schicksal. Die Tierkinder werden mit Medikamenten ruhiggestellt, mit Gewalt gefügig gemacht und leben in winzigen, nicht artgerechten Käfigen. Um Verletzungen bei den Touristen zu vermeiden, werden Zähne entfernt und Krallen herausgerissen.
Pferdekutschen
In vielen Städten gehören die wartenden Pferdekutschen zum Stadtbild. Stundenlanges Stehen in jeder Wetterlage, das Laufen auf harten Böden und das Einatmen der Abgase im dichten Straßenverkehr führen bei den Fluchttieren zu enormem Stress und lassen sie vor Erschöpfung zusammenbrechen.
Stierkämpfe, Hundekämpfe, Hahnenkämpfe…
So unterschiedlich die Tiere sein mögen – eins haben sie gemeinsam: Alle erleiden einen langsamen, blutrünstigen Tod. Jeder Besucher dieser Kampfarenen unterstützt mit seinem Eintrittsgeld unvorstellbare Qualen der Tiere.
Kamelreiten
Die in der brütenden Hitze wartenden Kamele haben meist keinen Zugang zu Wasser, Nahrung oder Schatten. Die Trampeltiere müssen die Urlauber bis zur absoluten Erschöpfung durch historische Stätten tragen und werden so lange mit Stöcken weitergetrieben, bis sie zusammenbrechen. Taugen die „Wüstenschiffe“ dann nicht mehr zum Geldverdienen, werden sie an Schlachthöfe verkauft.
Eselreiten
Dies ist ein gewohnter Anblick in vielen Ländern weltweit. Auf Santorini müssen Esel täglich eng angebunden ohne Wasser oder Schatten auf Touristen warten, die sie bei sengender Sonne über rutschige Treppen den Steilhang hinauftragen müssen – meist werden sie dabei mit Stöcken angetrieben. Das Gewicht der Reiter wurde kürzlich auf maximal 100 kg begrenzt. Ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch ein sehr kleiner Schritt.
Unter dem fröhlich bunten Sattelzeug verbergen sich klaffende Wunden, die sich die Langohren durch schlechtsitzende Sättel und zu schwere Reiter zugezogen haben. Nachts, wenn die Touristen in ihren Hotels relaxen, müssen die Esel schwere Müllsäcke transportieren oder werden in viel zu engen Ställen zusammengepfercht. Und welch ein Hohn – neben den „Eselstreppen“ führt eine Seilbahn ans gleiche Ziel.
Durch kritisches Hinterfragen und konsequenten Verzicht kann jeder ein starkes Zeichen für das Tierwohl setzen:
Bei Angeboten zum Fotografieren mit Jungtieren, Wildfängen oder Tieren, die angekettet bzw. angebunden sind
Bei direktem Körperkontakt mit dem Tier
Beim Buchen von Delfinarien und Zoos mit Delfinshows und viel zu kleinen Becken
Unterstützen Sie stattdessen:
Seriöse Auffangstationen, dessen Zweck die Aufklärung und der Artenschutz sind
Touren, die Tiere in freier Wildbahn zeigen, ohne sie zu stressen oder zu manipulieren
Reservate, die wissenschaftlich geführt werden und keine Kuschelmomente mit den Tieren bieten.
Wenn Tiere für Touristen leiden
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Kutschfahrten für Touristen -
Kamelreiten -
Delfinarium