Alles über Meerschweinchen
Ein gesundes Meerschweinchen frisst den ganzen Tag lang. Daher muss ihm immer genug Futter zur Verfügung gestellt werden. Obwohl Meerschweinchen als anspruchslose Esser gelten, dürfen sie auf keinen Fall als Resteverwerter verstanden werden.
Ernährung
Täglich
Die natürlichste und gesündeste Nahrung ist Grünfutter. Zu Grünfutter zählen Löwenzahn, Gras und Wiesenkräuter. Des Weiteren sollten jeden Tag rote Paprika, Karotten, Salat, Gurke und ein wenig Apfel auf dem Speiseplan stehen. Fertigfutter sollte nur als Leckerchen gegeben werden und höchstens ein Teelöffel pro Tag. Für frisches Trinkwasser muss gesorgt werden und viel frisches Heu sollte ebenfalls zur Verfügung stehen.
Wöchentlich
Unter der Woche sollte immer wieder diverses Gemüse, Salat und Kräuter die Ernährung der Tiere ergänzen: Petersilie, Endiviensalat, Chicorée, Birnen, usw. werden gerne genommen. Achtung bei Kopfsalat: Er enthält zu viel Nitrat. Kohlarten sollten außerdem nicht verfüttert werden, weil sie zu Blähungen führen können.
Pflege
Wöchentlich
Das Gehege der Meerschweinchen muss regelmäßig, also wenigstens zwei- bis dreimal die Woche, gesäubert werden. Darunter fallen nicht nur der Austausch des Einstreus und die Entfernung der Toilettenstellen, sondern auch das Herausnehmen nicht gefressener Futterreste und das Säubern der Futterschalen und Trinkgefäße.
Monatlich
In regelmäßigen Abständen sollten die Zähne und Krallen der Nagetiere kontrolliert werden, da sie ein Leben lang weiter wachsen. Um die natürliche Abnutzung zu unterstützen, ist für die Tiere viel Bewegungsfreiheit und faseriges Futter wie Heu sehr wichtig. Dennoch sollte diese Abnutzung geprüft werden. Bei Bedarf sollten Zähne und Krallen am besten von einem Tierarzt gekürzt werden, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
Haltung
Meerschweinchen sind soziale Tiere, deshalb müssen sie mindestens zu zweit, idealerweise in einer Kleingruppe von mindestens drei Tieren gehalten werden.
Eine Käfighaltung, wie sie im Zoofachhandel durch die angebotenen Produkte suggeriert wird, ist nicht artgerecht. Meerschweinchen haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang und brauchen Platz zum Laufen. Pro Tier sollte man eine absolute Mindestgrundfläche von einem Quadratmeter einplanen.
Gehegeausstattung
Innenhaltung
Gerne kann man ein eigenes Gehege bauen, unsere Kleintierpfleger informieren Sie hierzu gerne.
Die Gehegeunterlage sollte eine dicke Schicht aus Einstreu sein. Mehrere Unterschlüpfe sind wichtig, damit sich die Meerschweinchen einzeln zurückziehen können. Dabei sollten die Behausungen mehrere Eingänge haben, damit keines der Tiere in eine Ecke gedrängt werden kann. Wichtig ist, dass sie aus unbehandeltem Holz bestehen, denn als Nagetiere knabbern Meerschweinchen alles an.
Hinzu kommt ein Trinknapf sowie ein kippsicherer Futternapf.
Außenfreigehege
Die Außenhaltung ist tiergerecht. Das Gehege sollte dabei kippsicher an einem schattigen Platz aufgestellt werden. Die Meerschweinchen haben gerne ein kleines Häuschen, in das sie sich zurückziehen und von wo aus sie das neue, ungewohnte Terrain erkunden können. Auch draußen sollte dieses Häuschen mehrere Eingänge besitzen.
Meerschweinchen graben sich normalerweise nicht nach außen, aber es ist nicht auszuschließen, dass andere Tiere versuchen, durch Aufheben des Gitters in das Gehege zu gelangen. Deshalb sollte es im Boden gut verankert sein. Decken Sie das Gehege außerdem mit einem Gitter oder Netz von oben ab, damit keine Räuber wie Katzen oder Vögel in das Gehege hineinkommen.
Achten Sie darauf, dass die Meerschweinchen keine ungenießbaren Pflanzen fressen können.
Gesundheit
Meerschweinchen haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin C, da sie dieses nicht selbst herstellen können. Viel frisches Obst und Gemüse gehört auf die Speisekarte für die kleinen Nager. Kranke, trächtige oder säugende Meerschweinchen benötigen dementsprechend ein Mehr an Vitamin C.